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Manchmal Püppchen – immer Bronco

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Bericht: Erstes Aleator “Herr der Ringe”-Turnier

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Und gestern war es dann soweit: Das erste Aleator “Herr der Ringe”-Turnier hat in den Räumlichkeiten meines Büros statt gefunden. Anwesend waren:

Scrum mit 200 Punkten Zwergen

Fledermaus mit 200 Punkten Rohirim

Wolfen mit 200 Punkten Isendarg Urukhai

Goatmörser mit 200 Punkten Moria Goblins

und ich mit 200 Punkten Lothlorien & Düsterwald

 

Rundenspiele

Gespielt wurden insgesamt 6 kleine Spiele auf 200 Punkten. Da wir insgesamt drei Spieler des guten und zwei Spieler des Bösen hatten, mussten die Bösen jeweils dreimal spielen. Gespielt wurden zwei Szenarios (“Erobern und halten” sowie “Vorstoß”), wobei während der Aufstellung wegen der geringen Größe jedes Modell wie eine einzelne Einheit behandelten.

Im ersten Spiel meiner Waldelben unter Legolas gegen die Urukhai von Wolfen unter Lurtz hatte ich auch ein wenig Pech mit der Aufstellung, da sich Legolas offenbar im Wald verlaufen hatte (auch das kommt vor) und gute 45 Zoll vom eigentlichen Kampfgeschehen erschien. Im Laufe der ersten Runden starben die Elben auf der gegenüberliegenden Seite, ohne dass mein Held irgendetwas dagegen hätte tun können. Aber dafür erscheienen die restlichen Elben mehr oder weniger geschlossen auf der Seite von Legolas.

Gemeinsam erschossen sie ein halbes Dutzend Orks und rückten dann in die Mitte vor, um die Schatztruhe in dem kleinen Wäldchen zu sichern.

Diese Bewegung sicherte mir dann den knappen Sieg von 4:3 gegen die Orks, weil ich am Ende als einziger Spieler Truppen am Missionsziel hatte.

Die Elben besetzen den Wald und gewinnen dadurch das Spiel.

Die zweite Rund ging mit den Galadhrim unter Rumil gegen die Goblins von Goatmörser unter Ashrak. Das Szenario war Vorstoß und beide Seiten konnten den größten Teil ihrer Streichmacht schon zu Beginn des Spiels aufstellen. Die Goblins rückten in einer Kette von Ruinen vor und versteckten sich während des Vorstoßes hinter einem Beutereiter und einem Schwarm Fledermäuse. Die Riesenspinne konnte ich durch gezielten Beschuss ausschalten.

Leider vergaß ich im Eifer des Gefechts vollkommen, dass jeder über die Kante gerettete Goblin einen Siegespunkt wert war, weshalb ich dieses Spiel mit spektakulären 5:1 Punkten verlor. Diese gerissenen Goblins brauchen noch einmal eine Abreibung.

 

Endschlacht

Und wie es sich für einen guten tag in Mittelerde gehört, wurde alles am Ende mit einer zünftigen Schlacht nach dem Motte “Gut gegen Böse” beendet. Hier wurden die Kontongente dann etwas aufgestockt und es standen bei je 1000p Punkten Zwerge und Elben mit einer kleinen Rohirim Truppe auf der Guten und Moria Goblins mit einigen Urukhai auf der Bösen Seite.

Die Helden auf der Guten Seite waren Erkenbrand, Legolas, Rumil, Balin und ein namenloser Zwergenhauptmann. Auf der Bösen Seite führte Lurtz die Urukhai aus Isengard in die Schlacht. Die Goblins wurden von einigen Schamen und dem giftigen Ashrak angeführt.

Die Aufstellung der Armeen vor Beginn der Schlacht.

Die Aufstellung der Bösen ließ vermuten, das die Schamanen um Ashrak und Lurtz etwas im Schilde führten, denn sie trennten die Kräfte. Während sich die Uruks unter Lurtz’ Führung auf einen kleine Ruine zu bewegten, positionierte Ashrak seine Goblins am Fuße eines flachen Hügels. Dort stellten sie auch ihre große Kriegstrommel auf, die den ganzen Verlauf der Schlacht über allen Goblins Mut einflößte. Unterstützt wurden die Goblins von zwei mächtigen Höhlentrollen und weiterem Höhlengetier. Auf der äußeren Flanke der Goblins ritten zwei Beutereiter.

Die Goblins machen sich kampfbereit.

Den Goblins gegenüber standen die Waldelben unter dem Kommando von Legolas. Auf den Zinnen einer Ruine postierten sich gemeinsam mit Legolas die Bogenschützen der Waldelben, um von dort einen tödlichen Pfeilregen auf die Goblins nieder gehen zu lassen.

Die Elben des Düsterwalds warten auf den Angriff.

Unter den Schützen warteten Elben mit Klingen und Speeren, um mit einem Ausfall die Bogenschützen zu entlasten. Durch die Fester der Ruine konnten sie schon die herannahenden Goblins sehen. Auf der anderen Seite der Armee hielten die Truppen Balins zusammen mit den galadhrim von Rumil die Stellung. Sie würden gemeinsam die Urukhai von Lurtz bekämpfen.

Die Zwerge unter dem Banner Balins.

Mit wildem Gebrüll stürmten die Urukhai auf die Seite der Zwergen und Elben zu. Bald würden sie wieder ihren Blutdurst stillen können…

Die finsteren Urukhai stürmen unter Lurtz’ Führung voran!

… vorher aber mussten sie durch den Pfeilhagel der Galadhrim. Mit sicheren Schüssen verfehlte kein Pfeil sein Ziel, aber die schwere Panzerung aus den Schmieden Isengards schützte sie gut. Nur ein einziger Ork fiel dem Beschuss zum Opfer.

Auf der anderen Seite der Schlacht, nahmen auch die Goblins Tempo auf und stürmten auf die Stellung der Waldelben zu.

Die Goblins stürmen vor.

Plötzlich aber stießen die Rohirim aus der Lücke zwischen den beiden Ruinen hervor und ritten in das Herz der Armee der Finsternis. Mit wildem Kampfschrei führte Erkenbrand seine Pferdemenschen gegen die Goblins und sein Angriff forderte viele Opfer auf der dunklen Seite. Das dumpfe Schlagen der Trommel machte die Goblins aber kampfeslustig und standhaft und ein zäher Kampf entbrannte.

Der Angriff der Pferdemenschen!

Der Angriff der Rohirim verschaffte den Waldelben etwas Zeit, um einen dichten Regen schlanker Pfeile auf die Trollen niedergehen zu lassen. Aber nicht einmal die Pfeile des Helden Legolas waren stark genug, um durch die dicke Trollhaut zu dringen. Während die Trolle vorstürmten machte der Beschuss sie nur noch wütender.

Pfeilregen der Waldelben. Der Troll muss fallen!

Die wartenden Elben im unteren Geschoss der Ruine taten es den Rohirim gleich und stürzten sich todesmutig in die Schlacht. Mit Speeren und Elbenklingen bewaffnet, warfen Sie sich dem vorderen Troll entgegen und versuchten noch im Angriff etwas Schaden mit ihren elbischen Wurfdolchen anzurichten. Aber auch hier konnten die Dolche nichts weiter anrichten, als den Troll bis zur Raserei zu reizen.

Todesmutig verlassen die Elben den Schutz der Ruine.

Seite an Seite mit den Rohirim käpften die Elben gegen allerlei widerliche Kreaturen: Trolle, Riesenfledermäuse und Warge, die von Goblins geritten wurden. Verbissen wurde um jeden Fuß breit gekämpft und keine Seite war bereit, auch nur einen Zoll nachzugeben.

Das Zentrum der Schlacht auf ihrem Höhepunkt.

Allerdings wurden die Verluste auf der Guten Seite immer zahlreicher und auch die Rohirim mussten, nachdem die erste Wucht ihres Angriff zum erliegen gekommen war, viele Gefallene hinnehmen.

Verbitterter Kampf um die verlassene Ruine.

Was auch immer die Orks in der Ruine suchten, die Elben und Zwerge waren nicht bereit, es ihnen kampflos zu überlassen. Zwischen den halb verfallenen Säulen entbrannte ein verbissener Nebenschauplatz. Die Kampfkraft der Uruks reichte aus, um eine vielfache Überzahl an Streitern des Guten zu binden.

Die Truppen des Guten erleiden herbe Verluste…

Auf der Flanke konnten die Elben und die Zwerge gemeinsam die Urukhai Ork für Ork niedermachen. Auch Lurtz konnte nicht ewig der Überzahl der Zwerge standhalten und wurde erschlagen, obwohl er einen hohen Blutzoll von den Zwergen forderte.

Langsam gewinnen die Elben und Zwerge die Oberhand gegen die Orks.

So gut es auf der Flanke gegen die Uruks ausseh, so sehr gab das Zentrum der Schlacht Anlass zur Verzweifelung: Die zwei Trolle nicht einmal angeschlagen, die Beutereiter im Blutrausch und die Goblins trotz massenhafter Verluste immer noch in der Überzahl, machten sich daran, den letzten Widerstand zu brechen. Mit heroischer Geste schrie einer der Schamanen einen finsteren Schlachtruf, um mit einer letzten heldenhaften Aktion den Streitern des Guten den Gar auszumachen. Immer noch schreiend stürmte er vor und musste aber feststellen, dass ein großer Teil seiner Streitmacht (die er ganz sicher hinter sich wähnte) die Flucht ergriffen hatte.

Die sprichwörtliche Feigheit der Goblins kam zu Tage.

Zwei Trolle, die Beutereiter und viele Goblins flohen und ließen so ihren Schamanen im Stich. Als die restlichen Goblins die fliehenden Trolle sahen, gaben auch sie auf und ergriffen allesamt die Flucht.

Der unglückliche Schamane…

Vom plötzlichen Sieg überrascht, machten sich die Überlebenden der guten Seite daran, ihre Verwundeten zu pflegen und den Gefallenen die letzte Ehre zu erweisen.

Fazit

Alles in allem war die Endschlacht ein sehr amüsantes Spiel, bei dem ich die ersten 2 Stunden gar nicht abschätzen konnte, wie es wohl ausgehen wird. Insbesondere, weil meine Waldelben auf unserer Seite die höchsten Verluste hinnehmen mussten, war ich zwischenzeitlich recht pessimistisch über den Ausgang der Schlacht. Auch wenn die Goblins starben, wie die Fliegen, blieben die großen Brocken (Trolle, Spinnen und Warge) ja weiterhin auf dem Schlachfeld, nur um noch mehr Elben und Rohirim zu erschlagen. Was ich sehr unterschätzt habe, war dann die Auswirkung von Mut auf den Spielverlauf, denn insbesondere das Ende (und damit der Sieg der guten Seite) ist der Feigheit der Goblins geschuldet.

Author: Broncofish

Der Broncofish hat leider zu viele Püppchen im Keller und muss sie jetzt alle sortieren und anmalen.

2 Comments

  1. Hi, schöner Spielbericht. Man kennt ja Goatmörsers und Scrums HdR-Minis vom Armeeaufbau auf der GWFW, aber deine Figuren fügen sich da nahtlos ein.
    Waren das deine ersten HdR-Spiele? Geht es schnell, die Regeln zu erlernen? Hab auch noch einige Figuren und hab überlegt mal bei mir im GW zu zocken.

    Haben sich ja die nächtlichen Malüberstunden gelohnt :)

    Grüße, Felix

    • Danke danke. Ja, das waren meine ersten HdR Spiele und ich fand es sehr spaßig. Teilweise ist es schon sehr sehr viel Glück (denn Nahkampf läuft z.B. so: beide Würfeln, das höhere Ergebnis hat gewonnen). Alles in allem aber ein kurzweiliges und sehr spaßiges Spiel.

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